3. März 2025
von tina
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Fundstücke

Alles was wir so an Produkten, Kooperationen, Seiten, Wissenswertem finden, findet ihr hier auf einen Blick.

Es sind Affiliate Links. Wenn ihr hierdrauf klickt und etwas kauft, kostet es euch nicht mehr, aber wir bekommen ein paar Cent. Und wenn es Gutscheine gibt, könnt ihr noch ein bißchen was sparen.

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19. April 2022
von tina
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Was ist Nachhaltigkeit?

Nachhaltigkeit im Reitsport. Immer mehr Anbieter schießen zu diesem Thema aus dem Boden.

Aber was heißt das? Nachhaltigkeit?

Wir haben 2010 angefangen und wollten den Reitsport nachhaltiger machen. Unser Ziel: Made in Germany, faire Löhne, keine Massenproduktion von Kollektionen, Vermeidung von Müll und langen Wegen. Sinnvoller Einsatz von Rohstoffen, Vermeidung von Chemie. Stoffe und Leder, welche wenigstens nach EU-Richtlinien ausgerüstet sind. Langlebige Produkte anbieten.

Uns wurde schnell klar gemacht, dass vieles gar nicht mehr so einfach geht in Deutschland. Man viele Rohstoffe gar nicht mehr bekommt. Man an dem Ausland überhaupt nicht vorbei kommt. OK, dann wenigstens Made in EU. Da halten wir noch tapfer durch.

ABER: Immer noch werden unsere Textilien in Deutschland gefertigt! Die Reitpads z. B. sind aus italienischem Leder. Naja und Chinaborste kommt schon immer aus China, die gäbe es hier gar nicht. Diesen Drops muß man schlucken.

Wir haben viele Angebote abgelehnt, weil sie eben nicht unserem Standard entsprechen.

Und was kommt jetzt? Als nachhaltig bezeichnete Shops sprießen aus dem Boden und wir schauen dann immer mal genauer hin.

Z. B. Reithosen, Schabracken und Oberbekleidung in 3 Farben (nicht gerade unseren), angeblich alles Biostoffe. Eine Steppung, welche bei uns auch im Einsatz ist, aber wenig gekauft wird. Zu einem ordentlichen Preis.
Produziert in Portugal oder auch mal Polen. Da fängt es dann schon an….
Die Lohnkosten liegen dort bei etwas mehr als einem Drittel von den Löhnen in Deutschland. Da können wir nicht mit…

Jetzt kommt der nächste und bezeichnet sich als nachhaltig, weil klimaneutrales Unternehmen. Was ist das? Klingt toll!

Google schlägt dazu vor: „Ihr Unternehmen ist klimaneutral, wenn diese unvermeidbaren Emissionen durch hochwertige CO2-Minderungszertifikate ausgeglichen werden. Wir beraten Sie bei der Auswahl eines geeigneten Klimaschutzprojektes, das zu Ihrem Unternehmen passt.

Heißt man unterstützt ein Projekt für den Klimaschutz. Schreibt aber nirgends, dass man in erster Linie mal versucht Emissionen zu vermeiden und wo man überhaupt produziert?

Was ist für Euch Nachhaltigkeit? Was vermisst Ihr im Reitsport? Wie geht es Euch bei diesem Thema? Wir würden gerne mit euch darüber diskutieren!

9. Dezember 2020
von tina
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Für was braucht man auch ein Pferd? (Teil II)

Corona und kein Ende. Am 15.März 2020 (Teil I) stand ich, kurz vor dem 1. Lockdown in Hessen, nachdenklich mit meinem Pferd beim Angrasen. Und ich hätte damals nicht gedacht, dass uns Corona heute immer noch beschäftigt.

„Für was braucht man AUCH ein Pferd?“ Das war damals die Frage eines Nichtreiters, der mir sehr nahe stand.

Nachdem er meinen Blogbeitrag gelesen hatte, bekam ich diese Antwort:

Solche – wie die von Dir beschriebenen – Momente sind wichtig und wertvoll. Aber: geht das auch OHNE Pferd? Wenn nein – warum nicht. Für meinen Teil versuche ich seit der Diagnose diese Ruhe in mir zu finden. Ganz ohne Pferd, Motorrad, andere Menschen, ohne „Außen“, ganz in mir, im „Innen“. Wenn mir das gelingt, sind auch die emotionalen Abhängigkeiten weg und ich stehe für mich.

Ja, das geht bestimmt auch ohne Pferd. Sollte es! Aber es zwingt mich manchmal eben dazu. Wie oft steht man sonst einfach in der Gegend rum. Aber viel wichtiger, das Thema Pferd, hat mich ganz bestimmt zu dem gemacht, was ich heute bin! DAS schafft z.B. kein Motorrad!

Mein Pferd

Meine sehr spezielle StellaCadente. Eine absolute Knalltüte, die mich immer wieder an meine Grenzen bringt. Um nicht zu sagen, an den Wahnsinn. Ich frage mich oft, womit ich DIE verdient habe. Aber aufgeben ist nicht!

Stella ist im April 19 Jahre alt geworden. Ich kenne ihren kompletten Lebensweg, von der ersten Stunde an. Und wie man nachlesen kann, war es kein leichter Start. Dieses Pferd ist schon eine echte Herausforderung und mit 0815 kommt man da nicht weiter. Wir können viel, wir haben beide viel in unserem Leben zusammen lernen müssen. Sie ist ein Professor zwischen Genie und Wahnsinn. Aber eines, haben wir bis zum Lockdown nie wirklich hinbekommen…. Wir zwei, waren so gut wie gar nicht in der Lage, alleine ausreiten zu gehen. Es war immer alles andere als entspannend. Trotz 24/7 outdoor, können sie Mauselöcher zu Vollbremsungen im Galopp bringen und komisch aussehende Pflanzen zu Sätzen von 2 m seitwärts bewegen. Zu Fuß machen wir alles, aber beim Reiten, sah die Welt immer anders aus.

Der Lockdown beginnt

Und was ist jetzt nach dem denkwürdigen Tag im März passiert?

Erst noch ein schneller Umzug auf die Weide, weil keiner genau wußte, was bei einem Lockdown passiert und die Pferde so einfach näher am eigenen zuhause sind.

So, wer hat aufgepasst? Da steht was von „Diagnose“ in der Antwort des Nichtreiters. Eine Diagnose, mit absehbarem Ende… Lebenserwartung nach der Diagnose -> 3-4 Monate…. für mich die emotionalste Achterbahnfahrt meines Lebens… ein ewiges hoffen, kämpfen und viele Nächte, die ich nicht durchgeschlafen habe…

Und was macht mein Pferd? Es geht mit mir ins Gelände!!! Am langen Zügel, alleine, ich einhändig, nur die Schnalle in der Hand.

Die Frau, die die Farbe ins Leben bringt, und ihr Pferd

Ich sitze wieder im Pferd und nicht nur angespannt oben drauf. UND… ich filme, fotografiere was das Zeug hält. Unser beider (er + ich) zuhause, als Aufmunterung und zum Kraft spenden, bei Krankenhausaufenthalten. Wir facetimen, die Liveübertragung von meinen Ausritten, von der von uns beiden so geliebten Aussichten. Wegen Corona und teilweise auch über 200 km Entfernung, der einzige Weg, Kontakt zu halten und Kraft zu spenden.

Ich muß dazu sagen, ich gehe im Normalfall noch nicht mal ans Telefon auf dem Pferd. Wenn ich ausreite, dann bin ich ganz bei meinem Pferd. Schon aus Sicherheitsgründen.

ABER meine Stella ❤️, immer wieder für Überraschungen gut. Wenn es darauf ankommt, können wir halt doch aufeinander zählen. Haben wir doch schon so viel miteinander erlebt. Sie ist marschiert. Endlich das Pferd, welches ich haben wollte. So wie mit ihrer Mama, endlich entspannte Ausritte. Hirn durchblasen, abschalten können, TRAGEN lassen. Und das, wo ich sogar nicht mehr in der Lage war, irgendwelche Diskussionen mit ihr auszufechten. WIR haben es geschafft!

Entstanden sind dabei massenhaft wunderschöne Bilder. Laut IHM hätte ich das Potential dazu, eine ganze Webseite damit zu füllen. Einzigartige Bilder mit Landschaften, Blumen, Gräsern, Vollmonden und Sonnenuntergängen. Die Farben und Aussichten, die Kraft geben sollten, um für das Leben zu kämpfen.

Für was brauche ICH ein Pferd?

Und dann passierte das, was absehbar war 😭 „Geschafft“ hast Du alter Kämpfer es fast 18 Monate, davon habe ich Dich die letzten 8 Monate Deines Lebens begleitet…

Genau für diese Zeit danach, brauche ich wieder mein Pferd. Neben meinen ganzen, tollen Freunden (die ich nur noch draußen, mit genügend Abstand treffen kann), fängt es mich auf. Es TRÄGT mich! Es hat sich in dieser Zeit, genauso wie ich wohl auch, verändert. Durch ihre Flaschenaufzucht, haben wir ja sowieso ein enges Verhältnis, aber wir hören uns beide noch mehr zu. Ja, mein Pferd redet mit mir, man muß ihm nur genau zuhören. Und sie weiß wohl immer am besten, wie es mir geht…

Das was ich geleistet habe, hätte ich mir selbst nicht zugetraut. Aber auch da, haben mich die Pferde beeinflußt.

Du hast immer nur gesagt, der GAUL. Meine Antwort bei vielen Dingen (u. a. Massagen, Verbänden, im richtigen Moment zu handeln), war dann nur: das hast Du meinem Pferd zu verdanken. Wie gerne hätte ich Dir gezeigt warum…

Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich gesagt: „Ich bin Pferdemädchen und Steinbock, wenn ich mich für Dich entscheide, gehe ich den Weg mit Dir bis zum Ende! Egal wohin das Ende geht…“

Zurück bleibt ein Herz,
dass Dich für immer
in sich trägt und niemals 
vergessen wird.
❤️

17. März 2020
von tina
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Für was braucht man auch ein Pferd?

Genau diese Frage wurde einer Freundin von einem Nicht-Reiter gestellt.

Auslöser war ein Gespräch über den Coronavirus und die Frage was passiert mit meinen Pferden? Was ist, wenn eine Ausgangssperre verhängt wird? Wer kümmert sich um meine Pferde?

Sie ist Selbstversorgerin mit einem kleinen Offenstall und 2 Pferden. Stall ohne fließend Wasser, ohne Stromanschluss. Pferde werden täglich gemistet, gefüttert, bewegt. Das immer wieder ran zu schaffende Heu wird mühsam in Netze gestopft und gewässert uvm. Kurzum, dafür findet man nicht mal eben jemand, der einem das nebenher mit erledigt.
Die Antwort dazu fiel ernüchternd aus: Wer braucht schon ein Pferd? Pferde sind Nutztiere, jetzt wäre genau die Zeit, mal darüber nachzudenken, ob man sich so etwas antun muss?

Muß man sich das antun?

Sonntagmorgen, 15.03.2020 um 12.30 Uhr, mitten in Hessen, bei strahlendem Sonnenschein! Stehe ich eine Stunde mit meinem Pferd beim Angrasen und denke darüber nach…..

Tja, für was brauchen wir unsere Pferde? Corona entschleunigt unfreiwillig und regt zum Nachdenken an. Dieses Gespräch fand vor meinem Besuch bei meinem Pferd statt. Dank Corona stand ich erst mal 30 Minuten am Zaun und telefonierte wegen organisatorischen Dingen. Diese Zeit nutzte mein Pferd, um sich einmal richtig schön im Matsch zu wälzen. So, damit war für uns das Reiten heute gestorben. Das Pferd war nun nicht mehr nur dreckig, sondern auch noch nass! Also entschied ich mich für eine Runde grasen. War wohl von meinem Pferd auch so beabsichtigt.

Während ich da so stand, mit dem Strick in der Hand, dachte ich immer mal wieder über den Satz nach, für was brauche ich ein Pferd?

Dabei kommt mir irgendwann in den Sinn, wer steht schon 1 Stunde lang mit einem Strick in der Hand, mitten in der Pampa, genießt die Aussicht und lauscht der Stille?

Mal ganz ehrlich, wer bleibt beim spazieren gehen wirklich lange stehen und hört und schaut einfach nur hin? Die meisten von uns sind bei einem Spaziergang doch wohl eher mehr oder weniger stramm unterwegs. Beziehungsweise, sieht es nicht einfach komisch aus, wenn man 1 Stunde lang mehr oder weniger an der gleichen Stelle steht und einfach auf den ersten Blick NICHTS macht?

Erinnert ein bisschen an Loriot, ich mache nichts, ich sitze hier.

Für was braucht ihr euer Pferd?

Ich hatte genau diesen Satz, bzw. diese beiden Sätze, in meinem WhatsApp Status stehen. Dabei ein Bild von einem völlig verdreckten Pferd, was auch noch aus sah, als hätte es ein Kopfstand im Matsch gemacht. („Für was braucht man ein Pferd? Wer sonst steht eine Stunde mit einem Strick in der Hand in der Pampa und lauscht der Stille und genießt die Aussicht?“)

Antwort einer Freundin: Seelenbalsam .

Können das nur Reiter verstehen?

Ich sitze seit 40 Jahren auf dem Pferd. Pferde gehören zu meinem Leben. Ein Leben ohne Pferd ist für mich schwer vorstellbar, wäre aber sicher auch machbar. Was würde man mit der ganzen Zeit anfangen, die man plötzlich hat? Stellt ihr euch auch manchmal die Frage, für was mache ich das?

Meine Pferde stehen seit 14 Jahren mehr oder weniger in Eigenregie. Das ist meist mehr Arbeit als Vergnügen. Alleine im letzten Jahr habe ich maximal zehn mal auf meinem Pferd gesessen. War aber mit Sicherheit mehr als 350 mal im ganzen Jahr da. 

Was bringt mir ein Pferd?

In den letzten 34 Jahren hatte ich drei eigene Pferde. Wenn ich mir jetzt überlege, welches Pferd für welche Eigenschaften steht oder welche Eigenschaften hat die Pferdehaltung mich gelehrt? Habt ihr euch das schon mal gefragt? Hat euch das als Mensch geformt?

Ich habe früh gelernt Verantwortung zu übernehmen. Ich mußte dafür arbeiten, dass ich mir das Reiten und ein eigenes Pferd leisten konnte. Mein erstes Pferd war oft nicht reitbar, trotzdem hieß es dafür zu sorgen, sich zu kümmern, da zu sein. Da kann man nicht einfach mal keine Lust haben. Man macht häufig Abstriche in anderen Freizeitaktivitäten und stößt häufig auf Unverständnis.

Mit den Jahren kommen dann noch andere Eigenschaften dazu. Das zweite eigene Pferd lehrte mich einmal mehr Durchhaltevermögen, Umdenken und Kompromisse schließen. Das jetzige und somit dritte Pferd lehrt mich immer wieder in Geduld, Fairness, Konsequenz,  Selbstreflektion, Körpersprache und Authentizität.

Dafür habe ich ein Pferd!

An diesem Sonntag, Mitte März 2020, alles diskutiert über Corona, stehe ich an einem Ort, der einem Urlaub gleich kommt. Strahlend blauer Himmel, eine bombastische Aussicht und wäre da kein Windrad, würde man nur Menschen und Tiere hören. Ansonsten ist es sehr still. Während der 1 Stunde angrasen, sehe ich einen Flieger in Frankfurt starten und ein Flugzeug ganz weit über mir, ansonsten ist es erstaunlich ruhig.(Nicht nur) dafür braucht man ein Pferd!

Wie seht ihr das? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

Vielen Dank an JW für diese Inspiration 

P.S. Und ich stehe alleine mit meinem Pferd dort! Ich meide Menschenmassen, halte Abstand, wasche mir ständig die Hände, horte kein Klopapier und Handseife. Denke an kranke und alte Mitmenschen. Und wer noch mehr über die Corona-Einschränkungen und Pferde nachlesen möchte, liest unter anderem auch bei A LIFE WITH HORSES weiter.

Bleibt gesund!

Auch andere Menschen der Reiter- / Pferdewelt machen sich so ihre Gedanken zu Corona

6. Januar 2020
von tina
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#PfroheWeihnachten #15Pfragen

#pfroheWeihnachten

Eine gemeinschaftliche Aktion von 17 Pferdebloggern auf Facebook, initiiert von PfridolinPferd:

Der Pferdeblogger-Adventskalender #PfroheWeihnachten mit #15pfragen 🐴🎄

17 Pferdeblogger plaudern aus dem Nähkästchen!

Am 22.12.2019 war procavallo mit dem Türchen Nr. 22 dran.

Bitte stell dich und deine FB-Seite kurz vor!

procavallo bin in Hauptsache ich! Ich, Tina, Dipl.-Informatikerin, die 2010 Hobby und Beruf vereint hat. Ausschlaggebend für die Gründung von procavallo war ein Themenabend auf Arte: Schick aber schädlich Damals habe ich für mich entschieden, dass man die Reiterwelt wieder etwas weniger giftig machen muss. Im procavallo-Blog berichte ich vorwiegend über unsere Produkte und deren Einsatz, aber auch über ganz persönliche Gedanken, die mich in mehr als 40 Jahren „Pferd“ beschäftigen.

Warum tust du das, was du tust? Findet man dich außer auf Facebook noch woanders im Netz?

Weil ich meinen Beruf mit meinen Leidenschaften für Pferde und Textilien schon immer vereinen wollte! Weil die Informatikerin nach über 20 Jahren Industrie endlich was sinnvolles machen wollte! Und letztendlich auch um die Reiterwelt nachhaltiger zu machen. Man findet uns als Shop  (www.procavallo.de), im Blog (www.procavallo-blog.de), auf Twitter (www.twitter.com/procavallo), Instagram (https://www.instagram.com/procavallo/), Youtube (https://www.youtube.com/procavallode) ….

Erzähl mir von deinem Pferd!

Dem einen Pferd? Ich habe jetzt das dritte Pferd in meinem Leben. Und alle waren sie für mich etwas besonderes, etwas einmaliges. Unterschiedlicher konnten sie auch kaum sein. Mein aktuelles Pferd ist eine 18-jährige Fuchsstute mit 4 weißen Füßen. Oft als Fotomodell eingesetzt, zickig genug ist sie dafür ;-). Selbst gezogen aus meinem „Seelenpferd“ und so ganz anders als ihre Mama. Ein Pferd zwischen Genie und Wahnsinn, welches ich zum Teil mit der Flasche selbst großgezogen habe. Wer mehr darüber lesen möchte…. Ein Fohlen aus meiner Stute….

Was zieht dich an Pferden an?

Schon mit 8 Jahren, habe ich sehr zum Leidwesen meiner Mutter, keine Mühen gescheut mit dem Fahrrad 2 km durchs Feld zu fahren, um Pferde zu sehen. Woher es kommt, weiß keiner. Mein Opa, welchen ich nie kannte, soll wohl auch geritten sein.

Also hat mich die Magie der Pferde wohl angezogen. Das stolze Wesen, was so viel Kraft hat und doch so fein ist.

Was wünschst du dir für die Pferdewelt?

Ein bißchen mehr Rückbesinnung auf das Lebewesen und den Partner Pferd. Nicht das Sportgerät zum Geld verdienen.

Was machst du so, wenn du mal nicht beim Pferd bist, Pferdebücher liest oder Pferdefilme schaust?

Ähm, mein Tag hat auch nur 24 Stunden, da erübrigt sich die Frage 😉

Was siehst Du gerade von der Oberkante Deines Handys/Laptops aus?

Seile, Knotenhalfter, Schabracken, Pferdedecken und Pokale….

Wofür bezüglich Pferd hast Du in dieser Woche Geld ausgegeben?

Für ein Zusatzfuttermittel….

Wann hast Du das letzte Mal über Dein Pferd gelacht und warum? Und was bringt dich bei deinem Pferd immer wieder zum Lachen?

Mein Pferd bringt mich bei den eindeutigen Aufforderungen zum Kraulen immer wieder zum Lachen. Vor allem, wenn sie auf 3 Beinen (wie ein pinkelnder Hund) steht und ich an der Oberschenkelinnenseite kratzen muß.

Auch schön sind die Situationen in denen wir was neues ausprobieren wollen, sie krampfhaft meine komplette Körpersprache umsetzt und was ganz anderes bei rauskommt. Das ist dann der Punkt, wo ich sie lachend zu mir hole und sage: OK, Alles richtig gemacht, ICH übe noch mal weiter….

Von wem hast Du pferdemäßig im vergangenen Jahr am meisten gelernt?

Von meinem jetzigen Pferd, man muß nur in der Lage sein zuzuhören und sich selbst zu reflektieren. Ansonsten wurden die letzten 17 Jahre, angefangen mit Judith Maus, Honza Blaha und Ian Benson vor allem durch meine Freundin Hanna geprägt. Von ihr habe ich viel im Hinblick, auf Fairness, Geduld und Konsequenz gelernt.

Welches Buch liest du immer wieder und warum?

Ich lese viel zu wenig. Das Buch welches ich im letzten Jahr am meisten in der Hand hatte ist von Dr. Tanja Romanazzi über Pferdehaltung & Permakultur. Und immer wieder Bücher über Effektive Mikroorganismen, natürlich hauptsächlich für den Einsatz bei den Pferden.

Was war dein größter Fehler in der Arbeit mit Pferden?

Oh ha. Mit dem was ich heute weiß, hätte ich in meinen 40 Jahren Reiterleben einiges besser machen können. Aber man nimmt das an, was man gelehrt bekommt, vor allem als Kind und Jugendliche. Gott sei Dank habe ich es immer geschafft, trotzdem mal über den Tellerrand zu schauen und bin mit meinem Dressurpferd mal Kurzdistanzen geritten oder habe einen Linda Tellington-Jones-Kurs besucht. Wohl bemerkt 1994, da wurde man dafür im Turnierstall nur schräg angeschaut.

Was würdest du am liebsten rückgängig machen, wenn es ginge?

Die Ausbildung meines Seelenpferdchens würde heute ganz anders verlaufen, als vor 28 Jahren. Mit dem was ich heute weiß und kann, wären wir noch viel weiter gekommen und hätten uns beiden viel Frust erspart.

In welchen Situationen wolltest du schon mal aufgeben?

Ich bin Steinbock, ich gebe nicht auf…..

Gibt es eine eindrückliche Situation, die dein Denken in Sachen Pferde um 360 Grad gedreht hat?

Oh ja, eine Demo-Veranstaltung von Judith Mauss 2002. Durch einen Zufall bin ich bei der für mich ersten Horsemanship-Veranstaltung gelandet. Damals noch stark Parelli orientiert, kam dann schon recht schnell Honza Blaha hinzu. 2003 besuchte ich eine Parelli-Show unter anderem mit Luca Moneta. Da wußte ich, das muß auch anders gehen. Ich habe meine Turnierkarriere an den Nagel gehängt und nochmal von vorne angefangen. Heute juckt es mich zwar manchmal noch in den Fingern, aber mir gefällt die Turnierreiterei so ganz und gar nicht mehr. Ich bin immer mal noch als Protokollschreiber im Einsatz, aber schön finde ich vieles nicht mehr.

Heute reite ich mehr ins Gelände aber auch dort immer wieder mit dressurmäßiger Arbeit zwischendurch. Und eben „anders als früher“ und mit anderen Augen. Es muß sich für mich und mein Pferd gut und schön anfühlen und ich hätte nie geglaubt, dass ich es jemals bis zu Piaffe, Passage, Galoppirouette schaffe. Aber eben ganz anders und viel feiner….

25. Februar 2019
von tina
38 Kommentare

Fragen zum Reitpad Spezial von Brockamp

Nachfolgend möchten wir versuchen, immer wieder auftauchende Fragen zum Reitpad Spezial von Brockamp zu beantworten. Häufig sind es immer wieder die gleichen gestellten Fragen, die per E-Mail beantwortet werden müssen. Damit Ihr nicht mehr so lange auf eine persönliche Antwortmail warten müsst, haben wir Fragen und Antworten aufgelistet. Wir bitten um Verständnis, wenn wir erst einmal hierher verweisen.

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6. September 2017
von Tina
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Anwendungen von effektiven Mikroorganismen – EM

Oft werden wir nach Anwendungsgebieten von EMA oder effektiven Mikroorganismen gefragt. Da es sich bei EMA offiziell um einen Bodenhilfsstoff handelt, und dieser nicht als Lebensmittel zugelassen ist, geben wir selbstverständlich keine Einnahmeempfehlungen. Dies muß jeder letztendlich für sich selbst entscheiden, ob er EMA einnimmt oder an sein Tier verfüttert. Informationen findet man über EM genug im Internet. Auch eine recht aktive Facebookgruppe berichtet über Ihre Erfahrungen bei Mensch, Tier, Stall, Garten und noch viel mehr.

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